Treibball

Treibball wurde ursprünglich als Alternative für Hütehunde von dem Niederländer Jan Nijboer enwickelt. Inzwischen gibt es viele Turniere und Trainigsmethoden auch bei uns in Deutschland.
Im Treibball stehen Hund und Hundeführer in einem Tor oder Gatter. Gegenüber sind im Abstand von 15 bis 20 Meter acht (8) große Gymnastikbälle aufgebaut, ähnlich wie beim Billard als Dreieck. Auf Signal vom Hundeführer läuft der Hund hinter die Bälle und wartet auf das Signal zum Treiben. Der Hundeführer muß hinter der Torlinie bleiben. Der Hund treibt den ersten Ball durch die anderen Bälle hindurch ins Tor, die restlichen Bälle in beliebiger Reihenfolge.
Dabei agiert der Hund nie allein, alles entsteht durch gut funktionierende Kommunikation.

Wie lernt man das?
Langsam! Treibball ist ein schneller Sport mit viel Arbeit auf Distanz. Wir wollen die Hunde auch in 20m Entfernung noch ansprechen und lenken können. Dies erreichen wir durch einen langsamen Aufbau: der Hund übt sich in Emotionskontrolle, der Hundeführer in klarer Signalgebung.  Es gibt keine Beschränkungen, weder durch Rasse noch durch Alter. Niemand muß Turnierreife erlangen, man kann auch zur persönlichen Auslastung und Befriedigung trainieren. Am besten kommen Sie zum Probetraining, dann sieht man sofort, ob Sie und Ihr Hund Spaß am Treibball finden.

Teilnahmevoraussetzungen:
– akzeptabler Grundgehorsam
– funktionierender Rückruf

Trainingsmethode:
Ellen Emmerich (Treibball Trainerin):
„Wir arbeiten nach der Methodik von Bärbl Rungaldier. Der Fokus liegt auf dem gemeinsamen kontrollierten Spiel mit dem Jagdverhalten, das dem Hüten zugrunde liegt. Der Hund soll durch die gemeinsame Arbeit verstehen, welche Aufgabe von ihm erwartet wird und kreativ mitdenken. Disziplin ist trotzdem unerlässlich, denn Bälle sind Schafe, kein Spielzeug!

Eingangs erfolgt eine Theoriestunde. Die Theoriestunde kommt immer zustande, wenn mindestens drei Personen sich angemeldet haben, maximal einmal pro Monat, Termin nach Vereinbarung.

Es arbeitet immer nur ein Mensch-Hund-Team auf dem Platz, jeweils 20-30 Minuten am Stück.

Zum Training werden – zumindest am Anfang – Geschirr und Schleppleine benötigt, außerdem mehrere Futterdummys, die lecker duften und prall gefüllt sind, gerne auch Spielzeug für den Hund. Bitte auch an ausreichend Wasser denken, Bälle treiben macht durstig!“